Hundetraining

Hundetraining: Hund Rico erkennt bei „Wetten, dass…“ 200 unterschiedliche Gegenstände.

Hundetraining – Wissenschaftliche Studie beweist aufgrund von 3-jähriger intensiver Forschung des Max-Planck-Instituts mit einem Border Collie namens Rico: Der beste Freund des Menschen versteht die menschliche Sprache erstaunlich gut. Rico zeigte dabei Fähigkeiten, die man bisher nur bei Kleinkindern vermutet hatte.

 

Die berühmte Hundewette bei Wetten, dass…

Hundewette bei Wetten Dass
wetten-dassIn einer früheren Sendung von „Wetten, dass…“ erstaunte der Border-Collie Rico schon einmal die Zuschauer. Er hatte die Gabe, dutzende ähnlich aussehende Plüschtiere auseinanderzuhalten und war damit Wettkönig geworden.
5 Jahre später kehrte Rico zurück zu „Wetten, dass…“ und stellte seine Fähigkeit und Intelligenz erneut unter Beweis. Doch dieses Mal waren es 200 Gegenstände. Rico kennt diese Gegenstände – meist Plüschtiere – mit Namen und kann diese gezielt auf Kommando heraussuchen und bringen.
Rico erlernt neue Begriffe und Gegenstände nach einem ähnlichen Prinzip wie kleine Kinder: Er erkennt, dass ein unbekanntes Wort zum einzigen unbekannten Gegenstand inmitten vertrauter Sachen gehören muss.
Im Fernsehen demonstrierten die Forscher des Max-Planck-Instituts vor laufenden Kameras und unzähligen Ablenkungen, wie Hund Rico auf Anweisungen gezielt auf die Suche nach Bällen, Fellmäusen, Plüschsonnen und ähnliche Gegenstände (insgesamt 200 verschiedene) aus der Spielzeugsammlung heraussuchte.

Schlauer als Delfine und trainierte Affen

Hundebesitzer dachten es sich zwar lange schon, dass ihr Hund jedes Wort versteht. Doch einen wissenschaftlichen Nachweis gab es bis dato nicht.

Rico wurden etliche Tests abverlangt. Um den Wortschatz des Hundes zu überprüfen, wurde Rico 40 Mal in einen Nebenraum geschickt, un ein bestimmtes Plüschtier oder Gegenstand zu holen. 37 Mal kehrte der Border-Collie mit dem richtigen Gegenstand zurück. Mit insgesamt mehr als 200 unterschiedlichen Begriffen übertrifft Ricos Vokabular sogar das von Delfinen, Seelöwen, trainierten Affen und Papageien.

Unfassbares Sprachverständnis im März 2001 bei „Wetten, dass…“ von Hund Rico unter Beweis gestellt.

Ricos Fähigkeit erstaunte die Forscher, denn sie entdeckten Fähigkeiten, die bislang nur bei Kleinkindern beobachtet wurden. Zeigt man Rico einen neuen, für ihn unbekannten Gegenstand und sagt: „Das ist ein Frosch“, so bringt Rico dieses unbekannte Wort augenscheinlich mit dem Gegenstand in Verbindung. Legt man den Frosch dann zwischen all die bereits bekannten Gegenstände und fordert Rico auf, den Frosch zu holen, so schnappt Rico sich zielsicher den neuen Frosch.

Doch Rico kann erstaunlicherweise noch viel mehr. Platziert man ein für Rico neues Spielzeug zwischen all den bekannten und fordert ihn nun auf, das neue „Känguru“ zu holen (obwohl er dieses Wort vorher noch niemals gehört hatte), so sucht Rico jetzt alle Gegenstände ab. Durch ein hoch abstrahierendes Ausschlussverfahren gelangt er zu dem Schluss, dass der einzig ihm unbekannte Gegenstand das Känguru sein muss und bringt exakt diese zurück. Logisches Denken eines Hundes ist somit erwiesen, da eine solche Fähigkeit nur durch eine solche eigenständige Denkleistung erbracht werden kann.

Menschliche Fähigkeit beim Hund

Bisher hatten Forscher geglaubt, dass dieses „schnelle Zuordnen“, also das schnelle Begreifen von Bezeichnungen für Gegenstände durch logisches Ableiten, eine rein menschliche Fähigkeit sei. Offensichtlich aber basieren bestimmte Teile des Sprachverständnisses auf geistigen Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten kommen scheinbar nicht nur beim Menschen vor, sondern haben sich unabhängig der menschlichen Sprache entwickelt.

Rico erlernt Sprache wie ein Kind

Border Collie Rico

Das Erinnerungsvermögen bei Border Collie Rico ist enorm. Selbst einen Monat nach dem Erlernen eines neuen Begriffs konnte es sich noch fehlerfrei an das Wort für den Gegenstand erinnern, selbst wenn er in der Zwischenzeit diesen Gegenstand nicht mehr zu Gesicht bekam und auch das Wort in der Zeit nicht wieder gehört und trainiert hatte. Diese Fähigkeit gab es bislang nur bei dreijährigen Kindern.

 

Diese unglaublichen Fähigkeiten der Hunde sind Trainern von Blindenhunden schon lange bekannt. Bei der Ausbildung zum Blindenhund müssen die Tiere zum Beispiel lernen, ihr Herrchen auf Befehl zu einem freien Platz auf einer Bank führen. Sie sind dann in der Lage, einen freien Platz in jeder beliebigen Situation, in noch nie zuvor gesehenen Räumen oder an jeder beliebigen Bushaltestelle zu finden und das Herrchen dorthin zu führen.

Seit über 10.000 Jahren lebt der Hund mit Menschen zusammen. Vermutlich haben sich die Tiere unsere logischen Fähigkeiten „abgeschaut“ und haben sich so den Menschen angepasst.

Fakt ist: Der Hund ist unglaublich intelligent und besitzt menschliche Fähigkeiten. Dieses haben die Forscher vom Max-Planck-Institut eindeutig bewiesen.

Dieses machen sich Hundetrainer bei der Hundeausbildung zu nutze.

Für das Tier ist eine solche geistige Beschäftigung hervorragend geeignet, um es auszulasten. 10 Minuten geistiges Training ersetzt einen Spaziergang von mehreren Stunden.

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DJ Hamburg